Elektrosmog

Die technische Elektrizität spielt in der zivilisierten Welt eine entscheidende Rolle, ein Leben ohne Strom ist fast unvorstellbar.
Die Führung des elektrischen Stromes erfolgt vom Kraftwerk zu den Umspannwerken und Verbraucherschwerpunkten und von dort zu Trafostationen und den Haushalten.
Zum Elektrosmog zählen alle technisch erzeugten elektrischen Felder (EF) und die technisch bedingten elektromagnetisch erzeugten Felder (EMF). Diese EMF sind mit natürlichen Feldern nicht zu vergleichen, hier handelt es sich um Gleichströme (Gleichfeld). Bio-Signale sind Körperströme, z.B. darstellbar mit den Werten für das Elektro-Kardiogramm (EKG) und Elektro-Enzephalogramm (EEG).
Die technisch, elektrisch, und magnetisch erzeugten Gleich- und Wechselfelder sowie Hochfrequenzfelder erzeugen einen Elektro-Smog, der den Elektrostress zur Folge hat. Da die elektrischen Vorgänge im menschlichen Körper auf winzigen Spannungen beruhen, stiften eindringende techn. EMF Verwirrung. Die EMF vom Dachständer strahlen zum Teil bis in das Erdgeschoss. Die EMF vom Erdkabel sind zum Teil noch im Dachgeschoss messbar.
Der Elektro-Smog kann mit verschiedenen Messgeräten gemessen werden. Die Geräte sind im normalen Fachhandel jedoch nicht erhältlich. Bei Schlafplatzuntersuchungen mit Messgeräten sind insbesondere auch die Werte bei kapazitiver Körperankopplung sehr wichtig. Die vorgefundenen Messwerte bewegen sich meist um > 2000 mV. Es gibt jedoch auch absolute Ausreißer bis 140 000 mV.
Tipps zur Vermeidung und Reduzierung von Elektro-Smog
Wohnhaus – Außenbereich
- Abstand zum Transformatorhäuschen und zu Hochspannungsleitungen
- Abstand zur Bahnstromleitung
- Schlafräume nicht in Richtung oder südl. o.a. Elektro-Smog-Quellen
- Abstand zu Sende-Anlagen von Telekom und anderen Betreibern
- Erdung von Wohnanlagen (Banderung) nicht geschlossen
- Nullleiter nicht erden oder an Bauerde anschließen (Trennung)
- Netzanschluss bei Dachständerzuführung nicht über Schlafzimmer
- Netzanschluss bei Erdkabel nicht unter dem Schlafzimmer
Wohnhaus – Innenbereich:
- Stromverteilerkasten auf keinen Fall in eine Schlafzimmerwand
- Im Unter- oder Obergeschoss (über Betten) keine über 230 V Geräte
- Selbstbeschränkung bei der Planung der Elektroinstallation
- Steckdosen und Schalter nur dort, wo unbedingt notwendig.
- Schlafzimmerwand (Kopfseite) freihalten von Leitungen und Elektrogeräte
- Lange waagrechte Leitungen um das Zimmer herum vermeiden
- Betten nicht südlich von “unvermeidbaren“ elektrischen Geräten
- Stromkreis für Schlaf- und Kinderzimmer mit Netzfreischalter
- Alternative zu Netzfreischalter sind abgeschirmte Kabel
- Vermeidung von Leck(Kriech)strömen durch Fehlstromschutzschalter
- Kabelsalat -rund um das Bett- durch kurze Leitungen vermeiden
- Verzicht auf indirekte Bettbeleuchtung im Bett-Kopf-Bereich
- Lampen mit Gleichstrom betreiben (z.B. mit Akku 12 oder 24 V)
- Verbannung von TV, Nachtspeicherofen usw. aus dem Schlafzimmer
- Radio/Elektrowecker gegen Batterie- oder Aufziehwecker ersetzen
- Telefon nicht in unmittelbare Nähe von Bett-Kopf-Seite
- Heizdecken und/oder Heizkissen aus dem Bett entfernen
- Trennung nicht benötigter Stromkreise (Geräte) vom Stromnetz
- Kunststoffe (Kunstfaser) im Schlaf- und Kinderzimmer vermeiden